Natur

Das Seebad Goldstrand, als Teil des Naturschutzgebiets Goldstrand, ist eine einmalige Kombination von Meer, wunderschönem Strand und natürlichem Wald. Es liegt auf 43° 22' nördlicher Breite und 27° 55' östlicher Länge.

 

Das Balkangebirge (Balkan range), nach dem die ganze Balkanhalbinsel genannt wurde, begegnet hier auf einem 3,5 Km langen und 80-100 Meter breiten Strand das Schwarze Meer.

 

Das Naturschutzgebiet Goldstrand hat eine Fläche von 1320,7 ha, eine Länge von 9,2 km und eine Breite von 1,2 km und ist seit dem Jahre 1943 für ein Naturschutzgebiet erklärt. Laut der Kriterien des Weltvereins für Naturschutz (IUCN) wird der Park Goldstrand in die fünfte Kategorie der Schutzgebiete eingeordnet.

 

Das Seebad ist reich an leicht mineralisiertem Tafelwasser aus der Malmschicht - hier gibt es drei natürliche Mineralquellen und eine Sondierung mit Ergiebigkeit von 120 l/Sek., die am Wasserleitungsnetz der Hotels angeschlossen sind.

Das Klima ist gemäßigt kontinental. Die Durchschnittstemperaturen der Luft liegen von Mai bis September zwischen 18 - 28°C, und des Wassers zwischen 18-24°C. Die Meeresbrise ist immer angenehm und gesund, besonders am Abend, wann sie für niedrigere Temperaturen sorgt, die für einen gesunden Schlaf ganz passend sind.


Das Waldgebiet des Naturparks erstreckt sich dem Strandstreifen entlang. Das Schutzgebiet ist mit natürlichen Laubwäldern bedeckt, die aus unterschiedlichen Eichenarten bestehen - Zerreiche, ungarische Eiche, Hainbuche, Weißbuche. Neben den Eichenwäldern wird die ursprüngliche Vegetation im Park auch durch die Longos-Wald-Ökosysteme vertreten.


Die Wurzelökosysteme, bestehend vorwiegend aus unterschiedlichen Eichenarten - Zerreiche, ungarische Eiche, Hainbuche, und den dazu gehörigen - Linde, Blumenesche, Weißbuche, Ulme, Ahorn und so weiter, bedecken das höhere Relief im Zentralgebiet des Parks. Diese Wälder bestehen aus fast allen Baumarten, die für den unteren Waldgürtel /bis 1000 m über dem Meeresspiegel/ typisch sind, wobei einige von ihnen /Linden, Weißbuchen/ mehr als 100 Jahren alt sind. Die zweihundertjährige morgenländische Platane mit Umfang des Stamms von 4 m ist eine Sehenswürdigkeit des Parks. In der reichen Vielfalt der Grasarten überwiegen Igelkolben und Rispengras. Die Ökosysteme mit Longos-Charakter bedecken eine ganz kleine Fläche im südöstlichen Teil des Parks. Sie befinden sich an Stellen mit großer Boden- und Luftfeuchtigkeit. Das sind Laubbaumarten /Feldesche, Zerreiche, Weißbuche, Silberpappel, Erle, Felsenkirsche/, die mit Schlingpflanzen bewachsen sind: Winde, wilder Rebstock, Efeu, Hopfen und Schwalbenwurzgewächse. Diese Wälder beeindrucken mit ihrer Ähnlichkeit zu den tropischen Wäldern. Die Grasarten sind durch Schachtelhalm, Maiglöckchen und Knabenkraut vertreten. Die Strauchökosysteme bedecken die steilen Böschungen im Park, die mit flachem Boden und Kalksteingrund sind. Überwiegend sind die Sträucher Flieder, Kronwicke, Jasminstrauch, Weiß- und Schwarzdorn. Im Graswerk herrschen die trockenfesten Arten. Hier trifft man seltene Arten wie Beifuß, Spitzwegerich und geschützte Arten wie Meerträubel, bulgarischer Steifhalm.

 

Unter dem Einfluß des langjährigen Zusammenlebens mit dem Menschen hat sich der Wald verändert. Die ursprüngliche Vegetation wurde durch Strauchwälder aus Hainbuchen ersetzt. 20 seltene und vom Verschwinden bedrohte Pflanzenarten stehen unter Schutz /Schneeglöckchen, Schlüsselblume, Orchideen und andere/.


Ein Ergebnis der menschlichen Einmischung sind die künstlich geschafften oder sogenannten Kulturökosysteme. Im Park trifft man meistens Nadelbäume wie Schwarzkiefer, Zypresse und Zeder, und Laubbäume wie Akazie, Blumenesche und Silberpappel.


Die Flora des Naturschutzgebiets Goldstrand umfaßt ca. 500 Arten von höheren Pflanzen. Von größter Bedeutung sind die seltenen, bedrohten und geschützten Pflanzarten, die im Park 21 zählen.


Im Naturschutzgebiet Goldstrand trifft man zwei Arten Lurchen, 8 Arten Kriechtiere, 78 Arten Vögel und 25 Arten Säugetiere. Die Wasserflächen bedingen die Anwesenheit der Lurchen. Geschützte Kriechtiere sind Äsculapschlange, Pfeilnatter, Schildkröten. Von den 78 Vögelarten trifft man meistens Amsel, Drossel, Meisen, Spechte, Eichelhäher, Mäusebussarde und andere. Die Raubvögel sind vom Mäusebussard, dem Habicht, dem Uhu, dem Waldkauz und anderen vertreten. In den ständigen Wasserflächen trifft man Bleßhuhn, Ente und andere.


Die Säugetiere sind vom Reh, dem Hirsch, dem Wildschwein, dem Eichhörnchen, dem Hausmarder, dem Hasen und anderen vertreten. Geschützte Säugetiere sind zum Beispiel der Igel, der Edelmarder, die Handflügler.


Die Insekten bieten eine wirklich große Vielfalt. Unter den attraktivsten sind der Hirschkäfer und die Schmetterlinge Segelfalter, Admiral und andere.


Unter Schutz stehen auch 70 seltene und vom Verschwinden bedrohte Vögelarten /Mäusebussard, Habicht, Kernbeißer, Pirol und andere / und 25 Arten Säugetiere /Reh, Wildschwein, Dachs und andere/.